Auch heute suchten wir zum Frühstück wieder die kleine Bäckerei gegenüber unserer Unterkunft auf und starteten danach um Punkt 9 Uhr (genau nach Plan – der Reiseleiter war stolz auf uns 😉) mit dem Auto los. Unsere heutige Etappe (von Monteverde nach La Fortuna) liegt zwar in Luftlinie nur 22km von einander entfernt, wenn man aber an Straßen gebunden ist, muss man um das nördliche Ende des Arenal-Sees herumfahren. So wurden aus der „kurzen Strecke“ dann doch 180 km.
Ganz bewusst entschieden wir uns für die Strecke „übers G‘håckte“, die zwar holpriger war, dafür konnten wir mehr von der Natur und vom Leben der Leute hier sehen. Besonders schön waren gleich in der Früh die vielen Regenbögen, die sich über dem Regenwald erhoben. Außerdem sahen gab es noch viele freilaufende Hunde, eine Kuh mit ihrer Besitzerin an der Leine (Kuh lief vorne weg und die Halterin hinten nach) und diverse Kraftfahrzeuge mit teilweise abenteuerlicher Ladung.
Nach etwas mehr als einer Stunde erreichten wir das erste Mal die Uferstraße, von wo wir einen herrlichen ersten Blick auf den Arenal-See hatten, der uns noch eine Weile begleiten sollte. Auf der anderen Seite machten wir dann den ersten kurzen Halt bei einer German Bakery, wo wir uns mit Apfelstrudel und Ähnlichem eindeckten. Ganz so gut wie daheim war es allerdings nicht 😉. Zu Mittag hätte man dort sogar Clichée-Hauptspeisen wir Schweinsbraten, Spätzle oder Gulasch probieren können, aber wofür fährt man dann noch auf Urlaub?
Kurz nach 12:00 Uhr erreichten wir dann das für heute geplante Ausflugsziel: den Wasserfall des Rio Celeste. Auf dieses Naturschauspiel hatten wir uns bereits sehr gefreut, da die kräftige türkise Farbe, die durch eine Reaktion bei der Mischung von zwei Flüssen unterschiedlichen pH-Werts zustande kommt, bereits auf den Fotos sehr beeindruckend aussah. Als wir dann die Eintrittstickets kaufen wollten, warnte uns die Rezeptionistin allerdings bereits vor, dass der Fluss und der Wasserfall aufgrund des vielen Regens braun statt türkis war. Zuerst war doch die Enttäuschung da, dass wir den Fluss nicht zu Gesicht bekommen würden, doch immerhin waren wir dank der netten Dame am Empfang nicht umsonst hingewandert. Immerhin konnten wir ein „neues“ Tier auf unserer Reise entdecken, nämlich einen Tukan, die sich den Schnabel mit Banane vollstopfte.
Zurück im Auto fuhren wir also noch die letzten 1,5 Stunden nach La Fortuna. Bereits vor der Stadteinfahrt sieht man ihr das bekannte Reiseführer-Bild von bunten Häuschen, über denen sich der mächtige Vulkan Arenal erhebt. Da das Wetter allerdings heute nicht so klar war, hielt sich sein Gipfel in Wolken gehüllt. Nach dem Einchecken in der „Green Lagoon“ machten wir es uns auf der Terrasse gemütlich und konnten von hier aus mehrere Tiere beobachten sowie im Trockenen den warmen, tropischen Regen erleben, der in starken Güssen herunterprasselte und so plötzlich vorbei war wie er begonnen hatte.
Unsere Unterkunft für die nächsten 3 Nächte ist wiederum ein Bungalow, der allerdings bereits außerhalb der Stadt auf einer Anhöhe liegt. Von hier aus hat man einen herrlichen Blick auf das Tal. Dies wird also unsere Basisstation für vielen spannende Ausflüge in den nächsten zwei Tagen!







Tja, da waschlts tatsächlich ganz schön – wir drücken die Daumen dass es besser wird ((sehr schöne) Regenbögen und Tukans sind endenwollender Ausgleich)
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Laut dem heutigen Guide hat es die letzten 10 Tage ganztags geregnet. Da ist ein kurzer Guss ja richtig Schönwetter…
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