Der nur 2, 5 stündige Aufenthalt in New York (Flughafen Newark) ist super problemlos abgelaufen, wir mussten obwohl Transitpassagiere das komplette Programm durchlaufen: Einreise in USA, Gepäck abholen, Zollkontrolle, Gepäck wieder aufgeben und wieder Security für die Weiterreise. Das Ganze wurde noch mit einem Terminalwechsel verzögert.
Nach dem Rübenbomber nach Corcovada folgte nun das zweite fliegerische Highlight, der neue Airbus 350 von Lufthansa. Wir hatten aufgrund der schwächeren Auslastung jeweils zu zweit eine Dreierreihe. Schlafen war trotzdem nicht ganz so einfach, aber etwas hat dann doch jeder noch abbekommen.
Am Flughafen in Graz habe ich noch für den Rückflug Hans-Jürgen mit einer Unycom-Abordnung getroffen, so ist auch der letzte Teil der Reise in nebelige, kalte Graz sehr kurzweilig verlaufen.
Zwei Wochen toller Urlaub liegen nun zurück, wirklich viele sehr interessante Momente haben wir in einem sehr abwechslungsreichen Urlaubsland erleben dürfen. Und ja, mehr folgt sicher noch in der einen oder anderen gemeinsamen Urlaubsnachbesprechung mit den interessierten Bloglesern 👍
Ja, der gestrige Tag mit der Crazy-Tour in San Jose war schon sehr lustig. So kann man eine eigentlich nichtssagende Kleinstadt wirklich spannend präsentieren!
Das letzte Hotel war wirklich nur mehr für den Transit zum Airport gedacht, war wohl das „einfachste“ Quartier in Costa Rica.
Sind sicherheitshalber früh in Richtung Airport aufgebrochen. Es hat aber, wie in solchen Fällen üblich, bisher alles perfekt funktioniert.
Quartier verlassen, blauer Himmel
Frühstück, Tanken, 15 km zum car return gefahren, Auto vollständig retourniert (die Stoßdämpfer haben die hunderten Schlaglöcher bei Tempo 60 gut verkraftet 👍, rund 1500 km gefahren).
Am Flughafen ist sehr wenig los und so warten wir bereits 3 Stunden vor Abflug am Gate. Hoffentlich klappt das Umsteigen in Newark auch so unkompliziert 👏
Da wir gestern nach unserem langen Reisetag den Abend nur mehr im Hotel-Pool und -Restaurant ausklingen ließen, stand heute noch ein Stadtbesuch in der alten Hauptstadt Cartago am Programm. Wir besuchten dort die Basilika Nuestra Señora de los Ángeles. Sie ist die Haupt-Kirche in diesem Land wo ca. 65% katholisch und 35% protestantisch sind. Der zweite Programmpunkt waren die Ruinen des „Templo Inconclusio de Santiago Apostol“ – die älteste Kirche Costa Ricas, die allerdings mehrmals Ausbrüchen den Vulkans Irazú zum Opfer gefallen ist. Heute stehen davon noch die Grundmauern, innen ist sie mit vielen Pflanzen begrünt worden.
Obligate Klopause mit Kaffee-Stärkung gab es beim McDonalds, immerhin mussten wir einmal überprüfen, ob er hier mit daheim vergleichbar war. Fazit: in diesem Laden weiß man auf der ganzen Welt ziemlich genau, was einen erwartet. Weiter ging es dann ca. 45 min bis in die neue Hauptstadt San José. Trotz Großstadtverkehr und teilweise sehr unübersichtlichen Kreuzungen schafften wir es bis zu einem Parkplatz nahe des Zentrums. Auf dem Weg in die Innenstadt begegneten wir dann komplett zufällig einem jungen Mann, der uns zu einer „Free Walking Tour“ – also einer gratis Stadtführung – einlud. Zuerst waren wir etwas misstrauisch, doch er erzählte uns, dass er jeden Tag zwei Führungen mache, selber auf der Uni „Zentralamerikanische Geschichte“ studiert habe und sieben Sprachen (unter anderem auch deutsch) spreche. Wir waren schließlich überzeugt und so zeigte er uns gemeinsam mit einer 20-köpfigen Gruppe aus verschiedensten Ländern in ca. 2 Stunden die Stadt. Mit viel Charme, Witz und sogar Kletter-Einlagen erzählte er uns sowohl Geschichtliches, wie auch Geografisches und Praktisches (was man als Tourist hier so wissen und beachten muss) über das Reiseland Costa Rica. Nach der Tour erntete er großen Applaus – und natürlich auch einiges an Trinkgeld, welches aber durchaus verdient war.
Weiter ging es mit einem Mittagssnack in einem von unserem Stadtführer empfohlenen kleinen Lokal. Obwohl die Kellnerin gar kein Englisch konnte, schafften wir es irgendwie, etwas zu bestellen. Gestärkt ging es nun also zu unserem letzten Programmpunkt, dem Goldmuseum. Hier konnte man Allgemeines über die Entwicklung der Menschen in Costa Rica erfahren, mit besonderem Fokus auf Werkzeugen und Skulpturen, die sie aus verschiedensten Materialen in den unterschiedlichen Epochen herstellten – mit besonderem Fokus auf der Goldverarbeitung in Costa Rica. Eine Sonderausstellung brachte uns zusätzlich die verschiedenen Währungen, die es hier im Laufe der Zeit gegeben hatte, näher.
Ein weiterer Fixpunkt auf jeder Urlaubs-Liste ist natürlich das Hard Rock Cafe, welches wir am Weg zu unserem Hotel besuchten, da es bereits etwas außerhalb der Stadt liegt. Beim Souvenir-Einkauf waren wir leider nicht so erfolgreich, da es hier tatsächlich keine Hard Rock Cafe Pins gibt. Dafür gab es dann zum Abendessen gute Burger – ein gelungener Ausklang für einen schönen Urlaub.
Autor: Andrea (mit ein paar Kommentaren von Andreas)
Ein Tipp für alle, die in der Regenzeit in den Dschungel fahren vorneweg: Drybags mitnehmen und Zimmer mit Klimaanlage (mit Trockenfunktion) buchen. Sonst wird alles feucht und modrig. Mir tun schon jetzt die anderen Passagiere beim Heimflug neben uns leid 😂
Heute fuhren wir vom karibischen Strand über den Vulkan Irazu ins zentrale Hochland. Dabei legten wir ein paar Tausend Höhenmeter zurück. Ironie des Tages: die ersten Regentropfen fielen erst, als wir im Hotel ankamen.
Die heutige Tagesetappe führte zuerst von Puerto Viejo nach Limon, wo wir gleich mitten im Geschehen des Güterverkehrs steckten. Wir entdeckten u. a. viele riesige Chiquita und Dole Trucks, die uns schon aufgrund ihrer Größe beeindruckten.
Vom Atlantik landeinwärts gings dann stetig bergauf in geschätzten Tausend Kurven.
Auch die Landschaft präsentierte ihre vielfältigen Seiten. Im Landesinneren Costa Ricas wird intensive Landwirtschaft betrieben. Je weiter wir uns die Irazu Hochgebirgsstraße hinaufschlängelten, desto mehr wunderten wir uns darüber, was in diesen Höhenlagen alles angebaut wird bzw. wachsen und gedeihen kann.
Bananen
Zuckerrohr
Kaffee
Auf über 2200 m Seehöhe wachsen nicht nur Palmen, es werden auch großflächig Zwiebel, Kraut, Kartoffel und anderes Gemüse angebaut. Auch Rinder weiden auf den saftigen Almwiesen, manchmal verirren sie sich sogar auf die Straße. Vor allem im Nebel wie wir ihn ab 2600 m hatten. Die tiefste Temperatur des Tages (9 Grad auf 3300 m) ließ uns wieder an Graz denken.
Unser Ralleyfahrer Andreas trieb unseren Schlitten (3 Tonnen, 11 l/100km) sehr zielstrebig hinauf Richtung Vulkankrater auf rund 3400 Meter und war dann sehr enttäuscht, dass wir diesen im dichten Nebel gar nicht sehen konnten. Detail am Rande: hier wachsen noch immer Bäume und blühen Blumen und Sträucher.
Bergab erreichten wir bald unser Ziel, die Stadt Cartago. Bevor wir mit Sightseeing begannen, wollten wir noch unser Gepäck ins Hotel bringen, doch leider stand an der angegebenen Adresse ein riesiges Zementwerk, was Valentin imponierte. Dank Hannas Navigationstalent fanden wir schließlich doch die richtigen Zufahrt zu einem wirklich tollen Wellnessresort im Grünen, im wahrsten Sinne ein Geheimtipp. Also ist Sightseeing halt morgen. Wir wollen ja unsere Präsidentensuite und den Pool genießen…
Anmerkung zur Navigation: sowohl das Garmin-Navi als auch Google-Maps sind hier sehr oft überfordert, einzig maps.me (auch offline) funktioniert immer, ausser heute bei der Hotelsuche.
Der Regen ist hier Fixprogramm, also gilt es die Regenpausen gut zu füllen.
Gleich nach dem Frühstück der morgendliche Spazierweg (50 m) zum Strand. Diesmal mit der Kamera und so hat Valentin wieder tolle Tierbilder gemacht.
Beim Besuch des Strandes Playa Manzanillo hatten wir beim Baden gut 2,5 Stunden Regenpause. Aber auch bei dieser Art Sommerregen konnten wir entweder weiter baden oder es als grosse Regenwalddusche sehen. Die Sachen sind ohnehin nass und bei der hohen Luftfeuchtigkeit wird auch im Quartier einfach nix trocken…
Um 15 Uhr war der Besuch einer Ara-Auffangstation geplant, Ruhetag laut Website Sonntag, daher extra für heute aufgehoben. Beim Reservieren wurde uns leider mitgeteilt, dass die Station heute geschlossen ist.
Also auf zum Bummeln und Stimmung geniessen nach Puerto Viejo, einem kleinen Aussteigerort. Da gab es auch leckeres karibisches Essen und tolle Fruchtsäfte.
Zu Hause gab es noch einen anderen Saft, rein zur Verbesserung der Verdauung🥃…
während draussen vor dem Bungalow die Vögel in den Palmen schlafen.
Autor: Hanna, mit einzelnen Anmerkungen von Valentino
Das klassisch karibische Feeling mit Palmen am Sandstrand, blauem Himmel und türkisgrünem Meer ließ auch heute noch auf sich warten. Weiterhin war der Himmel bewölkt, die See stürmisch und es regnete mehr als es trocken war. Mit der richtigen Ausrüstung und – noch viel wichtiger – der richtigen Einstellung machten wir trotzdem das Beste aus dem Tag.
Nach dem Frühstück machten wir ein kleinen Spaziergang am hoteleigenen Strand wo uns gleich tosende Wellen entgegenschlugen. Für manche – nämlich mich, ich geb’s zu – kam die eine oder andere Welle überraschend hoch und so hieß es danach gleich das erste mal wieder umziehen.
Etwas unbefriedigend war bis jetzt unsere Suche nach Faultieren, denn auf dieses Tier – seine Artgenossen – hatte sich vor allem Valentin schon sehr gefreut. Zwar zeigte uns unser Guide zwei Vertreter dieser tollen Gattung in La Fortuna, doch waren sie so weit weg, dass man kaum mehr als ein Fellknäuel erkennen konnte. Deshalb entschieden wir uns für eine Führung durch das Areal des „Tree of Life“ – eine Pflegestation für verletzte oder verwaiste Tiere mit gleichzeitigem botanischen Garten. Hier sahen wir Papageien und Affen, die früher einmal illegal als Haustiere gehalten wurden, eine Eule mit Sehschwäche – und zwei Faultiere, die durch eine Baumfällung von ihrer Mutter getrennt wurden. Diese Tiere werden dann vor Ort aufgepäppelt und nach Möglichkeit auch wieder in die Wildnis entlassen. Insgesamt war dies eine äußerst informative, wie auch gelungene Führung – man erhielt tatsächlich das Gefühl, dass sich das Team sehr um das Tierwohl sorgt. Nebenbei erzählte uns unsere Führerin manch Bekanntes und viel Neues über die heimische Pflanzenwelt. Das Umziehen davor war allerdings – auf gut steirisch gesagt – „für die Fisch“, denn hier wurden wir gleich zum zweiten Mal ordentlich durchnässt.
Ganz nach dem Motto „Irgendwann muss es ja mal gehen“ versuchten wir dann unser Glück an einem der Strände entlang der Karibikküste. Tatsächlich hörte es für eine kurze Zeit auf zu regnen und wir sahen sogar einen kleinen Fleck von blauem Himmel. Das Wasser war zwar durchaus warm, doch die starke Strömung und die hohen Wellen luden trotzdem kaum zum Plantschen ein. Immerhin konnten wir uns sicher fühlen, da vier Rettungsschwimmer des costaricanischen Roten Kreuzes uns im Auge behielten.
Auch am zweiten Strand, den wir heute ansteuerten, dem „Playa Uva“, hatten wir nur geringfügig mehr Glück was das Baden anging. Manche verkrochen sich dort dann lieber gleich auf eine Palme 😉. Zur Entlohnung gab es dafür eine herrliche (und leicht zu große) Fischplatte mit zwei Roten Schnappern („red snapper“) mit allerlei Beilagen. Zusätzlich – als Zeichen, dass Costa Rica doch noch für Überraschungen gut ist – unser ersten Faultier aus der Nähe und in freier Wildbahn. In einem Baum direkt neben dem Restaurant verweilte der knuffige Faulpelz! Valentino war ganz hingerissen und wollte mit seinem neuen Amigo gleich den Baum teilen.
Nachdem es in der Nacht und auch am Morgen aus vollen Kübeln gegossen hat, freuen wir uns schon auf Sonne und Strand an der Karibikküste. Heute am Steuer unserer rund 5 stündigen Autofahrt sind Hanna und Valentin, da ich in der Nacht doch einige Zeit am WC verbringen durfte.
Leider wurde das Wetter während der Fahrt nur geringfügig besser und so liefern wir heute mal typische Strassenfotos.
Ordentliche Regengüsse
„Kurz“ vor der Provinzhauptstadt Limon kamen wir dann in eine ca 30 km lange Baustelle, davon 8 km Stop&Go. Die Baustelle wird von den chinesischen Freunden abgewickelt, man sieht einige chinesische Strassenarbeiter und viele chinesische Maschinen und Fahrzeuge. Das hier ist das Baustellenbüro, nicht die chinesische Botschaft:
Limon ist von grosser Wichtigkeit für den Export, legen hier neben wenige Kreuzfahrtschiffe die Frachtschiffe für Bananen und andere Exportschlager an.
Nach der Erkenntnis, dass hier an der Karibikküste wohl noch immer Regenzeit ist und wir damit wohl kaum mit türkisblauem Wasser und dunkelblauem Himmel rechnen können, hat uns im Aussteiger- & Surfspot Puerto Viejo ein gutes Essen bei stimmiger Reggaemusik wieder positiv gestimmt.
Das nächste Quartier liegt wieder am Rand eines Regenwaldes: komfortable Holzhütten auf Stelzen, origineller Dschungelsound die ganze Nacht inklusive. Und so um 5:30 Uhr rechnen wir mit dem Bio-Weckdienst der Brüllaffen.
Aber natürlich gings zum Sonnenuntergang noch ans Meer. Das Wasser ist sehr warm, aber Baden ist aufgrund der starken Strömung nicht sinnvoll. Aber trotz des schlechten Wetters eine beeindruckende Stimmung!
Unser gestriges Wetterglück war leider nur von kurzer Dauer denn heute erwartete uns wieder ein nebliger und regnerischer Tag. Unsere Pläne von gestern Abend, noch vor dem Frühstück den Wasserfall La Fortuna zu besuchen und dort baden zu gehen, schienen uns noch doch nicht mehr so reizvoll – das Bett war da wesentlich einladender. Also starteten wir um 8:30 Uhr mit einem Frühstück in den Tag.
Für 10:00 Uhr hatten wir schon gestern eine Führung in einer Kaffee-Plantage mit anschließender Verkostung reserviert. In einer kleinen Gruppe von 9 Leuten spazierten wir über eine kleine Plantage und ließen uns verschiedene Dinge über die Kaffee-Pflanze und andere heimische Bäume und Sträucher, die ebenfalls auf der Plantage wuchsen, erklären. Zum Beispiel erfuhren wir, dass der Kaffee hier in dieser Region von schlechter Qualität sei, da es jeden Tag das ganze Jahr über regnete, was für Kaffeepflanzen zu feucht ist. Zur anschließenden Verkostung bekamen wir zum Glück Bohnen aus einer Gegend nahe der Hauptstadt San José, wo es trockener ist und die Bohnen deshalb höhere Qualität aufweisen. Wir konnten hier bei unserer Führung trotzdem den ganzen Weg von der Bohne am Strauch über Trocknung, Röstung und Schälung bis zum Mahlvorgang miterleben. Eine überraschende Information war auch, dass Costa Rica circa 99% des Kaffees für den Eigengebrauch behält und nur die qualitativ hochwertigsten 1% der Bohnen exportiert werden. Bei einem kleinen „Exkurs“ zum Thema Kakao (welcher übrigens auf Kaffeeplantagen angesetzt wird, weil die Kaffeepflanzen das Aroma über die Wurzeln aufnehmen können) konnten wir durch unsere gestrige Führung schon mit unserem Wissen auftrumpfen 😉
Röstung von Kakaobohnen
Blüte der Kaffeepflanze
„Zerkleinerungsversuche an einem Zuckerrohr-reichen Rohgut in einem manuellen Stachelwalzenbrecher. Die Weiterentwicklung der optimierten Zerkleinerungskette?“ – Dipl.-Ing. Valentin Spiess
Glücklicherweise waren wir während der gesamten Führung trocken geblieben – eine der wenigen trockenen Stunden des heutigen Tages. Über Mittag machten wir es uns also wieder auf unserer Terrasse bequem und genossen die ganz besondere Stimmung, die Nebel und Regen hier im Regenwald hervorrufen. Andrea und Andreas verbrachten den Nachmittag daheim und führten die dringend notwendige Autowäsche durch, um endlich den Corcovado-Staub loszuwerden und um zu Verhindern, dass man bei jedem Mal einsteigen aussieht wie von der Baustelle…jetzt wissen wir auch wieder, dass unser Auto eigentlich weiß ist! 😀
Valentin und ich machten uns – eindeutig weniger praktisch veranlagt – jetzt wirklich auf zum Wasserfall La Fortuna. Der Eingang zum Park liegt nur 300m von unserem Hotel entfernt, war also angenehmerweise fußläufig gut erreichbar. Dort angekommen führten uns ungefähr 500 Stufen hinunter zu dem Becken, in das der Wasserfall fließt. Theoretisch hätte man hier auch baden können – einige Hartgesottene nutzten diese Chance auch, wir zwei gehörten aber nicht dazu. Zusätzlich besuchten wir auch den dort angelegten Orchideengarten und diskutierten wie echte Botaniker über die Pflanzen (dank dem Wissen, das wir im Nebelwald gewonnen hatten). Zum Abendessen besuchten wir schließlich ein modernes (manche würden vielleicht „hip“ dazu sagen) kleines Burger-Lokal, wo Andreas weitere Ideen für sein Aussteiger-Tschecherl sammeln konnte.
Insgesamt haben wir die Zeit hier in La Fortuna auf jeden Fall genossen. Den gestrigen – wettertechnisch schönsten – Tag haben wir mit gleich 3 Aktivitäten hintereinander sehr gut genutzt, während auch die ruhigeren Stunden bei schlechterem Wetter in unserem Bungalow sehr wichtig fürs Ausruhen und Kräfte tanken waren. Eines ist aber klar: wir freuen jetzt schon sehr auf die Sonne und den Strand in der Karibik, die uns morgen erwarten!
In der Nacht hat es noch ein paar Mal geschüttet, aber heute hatten wir den ganzen Tag keinen Regen (das erste Mal seit 10 Tagen hier!) 👍.
Bei diesem Bungalow hatten wir bisher einen Coati (Nasenbär) und zwei fasanartige Vögel als Besucher, in Monteverde waren es die putzigen Agutis.
Morgenstimmung
Betten mit Stockerl
Für diesen Tag hatten wir noch keinen konkreten Plan und so wurde beim Frühstück im Hotel das heutige Programm geplant.
Unsere erste Aktivität war der Besuch einer Kakaoplantage mit einer Chocolate-Tour. Hier konnten wir von einem sehr engagierten Tourguide wirklich alles von der Kakao- Pflanze bis zur Schokolade erfahren. Natürlich inklusive Verkostung…
Danach ging es -nach einem Generationswechsel am Steuer – zu den hängenden Brücken.
Vulkan Arenal
Zum Glück habe ich kurzfristig noch auf eine guided Tour upgegradet, so hatten wir für ca 2,5 Stunden einen erfahrenen Tierscout an unserer Seite. Das Ergebnis ist beeindruckend, 3 Faultiere, 3 Schlangen, 3 Fledermäuse, eine Tarantel, ein Frosch und ganz viele wundervolle Vögel. Hier nun die schönsten Bilder dieser Tour:
Frosch
Faultier
Ungiftige Rot Schwarz-Schlange
Nach dem späten Mittagessen ging es zu einer der vielen Thermen am Fuße des Vulkans Arenal. Es ist vergleichbar mit unseren Thermen, aber alles outdoor und mitten unter üppigen Palmen am Beckenrand. Mit Bier und Cocktails an der Poolbar konnten wir diesen Tag perfekt ausklingen lassen.
Auch heute suchten wir zum Frühstück wieder die kleine Bäckerei gegenüber unserer Unterkunft auf und starteten danach um Punkt 9 Uhr (genau nach Plan – der Reiseleiter war stolz auf uns 😉) mit dem Auto los. Unsere heutige Etappe (von Monteverde nach La Fortuna) liegt zwar in Luftlinie nur 22km von einander entfernt, wenn man aber an Straßen gebunden ist, muss man um das nördliche Ende des Arenal-Sees herumfahren. So wurden aus der „kurzen Strecke“ dann doch 180 km.
Ganz bewusst entschieden wir uns für die Strecke „übers G‘håckte“, die zwar holpriger war, dafür konnten wir mehr von der Natur und vom Leben der Leute hier sehen. Besonders schön waren gleich in der Früh die vielen Regenbögen, die sich über dem Regenwald erhoben. Außerdem sahen gab es noch viele freilaufende Hunde, eine Kuh mit ihrer Besitzerin an der Leine (Kuh lief vorne weg und die Halterin hinten nach) und diverse Kraftfahrzeuge mit teilweise abenteuerlicher Ladung.
Nach etwas mehr als einer Stunde erreichten wir das erste Mal die Uferstraße, von wo wir einen herrlichen ersten Blick auf den Arenal-See hatten, der uns noch eine Weile begleiten sollte. Auf der anderen Seite machten wir dann den ersten kurzen Halt bei einer German Bakery, wo wir uns mit Apfelstrudel und Ähnlichem eindeckten. Ganz so gut wie daheim war es allerdings nicht 😉. Zu Mittag hätte man dort sogar Clichée-Hauptspeisen wir Schweinsbraten, Spätzle oder Gulasch probieren können, aber wofür fährt man dann noch auf Urlaub?
Kurz nach 12:00 Uhr erreichten wir dann das für heute geplante Ausflugsziel: den Wasserfall des Rio Celeste. Auf dieses Naturschauspiel hatten wir uns bereits sehr gefreut, da die kräftige türkise Farbe, die durch eine Reaktion bei der Mischung von zwei Flüssen unterschiedlichen pH-Werts zustande kommt, bereits auf den Fotos sehr beeindruckend aussah. Als wir dann die Eintrittstickets kaufen wollten, warnte uns die Rezeptionistin allerdings bereits vor, dass der Fluss und der Wasserfall aufgrund des vielen Regens braun statt türkis war. Zuerst war doch die Enttäuschung da, dass wir den Fluss nicht zu Gesicht bekommen würden, doch immerhin waren wir dank der netten Dame am Empfang nicht umsonst hingewandert. Immerhin konnten wir ein „neues“ Tier auf unserer Reise entdecken, nämlich einen Tukan, die sich den Schnabel mit Banane vollstopfte.
Zurück im Auto fuhren wir also noch die letzten 1,5 Stunden nach La Fortuna. Bereits vor der Stadteinfahrt sieht man ihr das bekannte Reiseführer-Bild von bunten Häuschen, über denen sich der mächtige Vulkan Arenal erhebt. Da das Wetter allerdings heute nicht so klar war, hielt sich sein Gipfel in Wolken gehüllt. Nach dem Einchecken in der „Green Lagoon“ machten wir es uns auf der Terrasse gemütlich und konnten von hier aus mehrere Tiere beobachten sowie im Trockenen den warmen, tropischen Regen erleben, der in starken Güssen herunterprasselte und so plötzlich vorbei war wie er begonnen hatte.
Unsere Unterkunft für die nächsten 3 Nächte ist wiederum ein Bungalow, der allerdings bereits außerhalb der Stadt auf einer Anhöhe liegt. Von hier aus hat man einen herrlichen Blick auf das Tal. Dies wird also unsere Basisstation für vielen spannende Ausflüge in den nächsten zwei Tagen!