Vor den Toren des Regenwaldes

Heute ging es bereits früh los, was uns mit unserem Jetlag allerdings eh in die Karten spielte. Nach einem fantastischen ersten Frühstück, wo es neben den Klassikern wie Toast, Schinken, und Marmelade auch regionale Spezialitäten wie Gallo Pinto (Reis mit Bohnen) und Kochbananen gab, machten wir uns um 07:15 Uhr mit dem Taxi wieder in Richtung des Flughafens auf.

Heute führte uns der Weg allerdings zum „Terminal Domestica“ wo die Inlandsflüge starten. Eine kleine Fluglinie fliegt von hier aus der Hauptstadt San José insgesamt 16 kleine Flughäfen an, die über das Land verteilt sind. Dafür werden kleine Propellerflugzeuge mit insgesamt 12 Sitzplätzen verwendet. Zuerst erlebten wir einen kleinen Schock, als unsere Namen nicht auf der Liste de Passagiere standen, doch der Flugbegleiter versicherte uns, dass wir mit einem zweiten Flieger nur 10 Minuten später fliegen könnten. Nach einem etwas holprigen Start wurde der Flug dann ruhiger sobald wir über der Küste flogen und wir konnten so einen herrlichen Ersteindruck des Landes von oben genießen.

Als wir nach 50 Minuten an unserem Zielort – in Porto Jiménez – ankamen, mussten wir feststellen dass „Flughafen“ wohl ein eher übertriebener Ausdruck war. Im Wesentlichen handelte es sich um einen asphaltierten Streifen, der als Lande- und Startbahn gleichzeitig fungiert, sowie einem Parkplatz wo die gelandeten Flugzeuge hinfahren um die Passagiere aussteigen zu lassen.

Mit „Navigationshilfe“ einiger Einheimischen fanden wir kurz danach auch bereits unsere Autovermietung, wo wir dann unser Mietauto in Empfang nehmen konnten. Nach einem kurzen Zwischenstopp in einem Supermarkt ging es dann „raus aufs Land“, wo wir den hohen Radstand und den Allrad-Antrieb unseres Autos sofort zu schätzen lernten. Sobald man hier nämlich den Ort verlässt, hören auch die asphaltierten Straßen auf, es geht zusätzlich steil bergauf und bergab und auch Flussdurchquerungen sind keine Seltenheit.

So ging es dann also die Küstenstraße entlang in gemütlichen Tempo, bis wir zum „Playa Pan Dulce“ – unserem ersten Badestrand – kamen. Hier kam uns sofort das „Pura Vida“-Feeling entgegen: Türkisblaues Meer, Sandstrände und gleich dahinter Palmen und Regenwald. Während des Schwimmens konnten wir außerdem noch einige rote Aras hoch über unseren Köpfen sowie Wale draußen im Meer beobachten – also haben wir eigentlich schon alles gesehen was es zu sehen gibt?

Nach einem kleinen Imbiss zu Mittag führte uns die letzte Etappe für heute in die Lookout Inn Lodge. Wie man dem vorherigen Beitrag entnehmen kann war die Anfahrt eher abenteuerlich und vage beschildert, aber wir haben es schließlich geschafft! Die Lodge liegt direkt am Eingang zum Nationalpark Corcovado, welchen wir morgen in Angriff nehmen werden. Auch hier besuchten wir nochmal den Strand, der wiederum sehr schön war allerdings aufgrund der höheren Wellen mehr zum Surfen als zum Baden einlud.

Nun ist es bereits Abend geworden und wir sitzen auf der Terrasse und warten auf unser Abendessen. Danach geht es zurück in unseren Beach Bungalow, wo wir zur Geräuschkulisse des Regenwalds (von dem wir nur durch ein Mosquitonetz getrennt sind) hoffentlich gut schlafen werden! 😊

2 Kommentare zu „Vor den Toren des Regenwaldes“

  1. Großartig! Klingt alles sehr vertraut 🙂
    Abgesehen davon tut sich da anscheinend eine zweite berufliche Schiene als Reisereporterin auf. Oder ist das eine offizieller Reisebericht des Tourismusministeriums?

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