Autor: Hanna, mit einzelnen Anmerkungen von Valentino
Das klassisch karibische Feeling mit Palmen am Sandstrand, blauem Himmel und türkisgrünem Meer ließ auch heute noch auf sich warten. Weiterhin war der Himmel bewölkt, die See stürmisch und es regnete mehr als es trocken war. Mit der richtigen Ausrüstung und – noch viel wichtiger – der richtigen Einstellung machten wir trotzdem das Beste aus dem Tag.
Nach dem Frühstück machten wir ein kleinen Spaziergang am hoteleigenen Strand wo uns gleich tosende Wellen entgegenschlugen. Für manche – nämlich mich, ich geb’s zu – kam die eine oder andere Welle überraschend hoch und so hieß es danach gleich das erste mal wieder umziehen.
Etwas unbefriedigend war bis jetzt unsere Suche nach Faultieren, denn auf dieses Tier – seine Artgenossen – hatte sich vor allem Valentin schon sehr gefreut. Zwar zeigte uns unser Guide zwei Vertreter dieser tollen Gattung in La Fortuna, doch waren sie so weit weg, dass man kaum mehr als ein Fellknäuel erkennen konnte. Deshalb entschieden wir uns für eine Führung durch das Areal des „Tree of Life“ – eine Pflegestation für verletzte oder verwaiste Tiere mit gleichzeitigem botanischen Garten. Hier sahen wir Papageien und Affen, die früher einmal illegal als Haustiere gehalten wurden, eine Eule mit Sehschwäche – und zwei Faultiere, die durch eine Baumfällung von ihrer Mutter getrennt wurden. Diese Tiere werden dann vor Ort aufgepäppelt und nach Möglichkeit auch wieder in die Wildnis entlassen. Insgesamt war dies eine äußerst informative, wie auch gelungene Führung – man erhielt tatsächlich das Gefühl, dass sich das Team sehr um das Tierwohl sorgt. Nebenbei erzählte uns unsere Führerin manch Bekanntes und viel Neues über die heimische Pflanzenwelt. Das Umziehen davor war allerdings – auf gut steirisch gesagt – „für die Fisch“, denn hier wurden wir gleich zum zweiten Mal ordentlich durchnässt.
Ganz nach dem Motto „Irgendwann muss es ja mal gehen“ versuchten wir dann unser Glück an einem der Strände entlang der Karibikküste. Tatsächlich hörte es für eine kurze Zeit auf zu regnen und wir sahen sogar einen kleinen Fleck von blauem Himmel. Das Wasser war zwar durchaus warm, doch die starke Strömung und die hohen Wellen luden trotzdem kaum zum Plantschen ein. Immerhin konnten wir uns sicher fühlen, da vier Rettungsschwimmer des costaricanischen Roten Kreuzes uns im Auge behielten.
Auch am zweiten Strand, den wir heute ansteuerten, dem „Playa Uva“, hatten wir nur geringfügig mehr Glück was das Baden anging. Manche verkrochen sich dort dann lieber gleich auf eine Palme 😉. Zur Entlohnung gab es dafür eine herrliche (und leicht zu große) Fischplatte mit zwei Roten Schnappern („red snapper“) mit allerlei Beilagen. Zusätzlich – als Zeichen, dass Costa Rica doch noch für Überraschungen gut ist – unser ersten Faultier aus der Nähe und in freier Wildbahn. In einem Baum direkt neben dem Restaurant verweilte der knuffige Faulpelz! Valentino war ganz hingerissen und wollte mit seinem neuen Amigo gleich den Baum teilen.









Und Baden bei Nieselregen hat auch was 😊
Bloss die hohe Luftfeuchtigkeit 90%+ ist schon etwas mühsam…
LikeLike