Blogbeiträge

Adrenalin-Höhepunkte über den Baumkronen von Monteverde

Autor: Valentin

Der heutige Tag begann relativ spät (Dankenswerterweise fiel der heutige Morgenappell um 0700 aufgrund der Müdigkeit unserer Reiseleitung aus) mit einem gemütlichen, wie auch köstlichen Frühstück in einer kleinen Bäckerei europäischer Art (Panaderia Jiménez), in welcher vielfältige Mehlspeisen nebst klassisch Costa-Ricanischem Frühstück (desayuno tipico) feilgeboten wurde.

Während Valentin sich in gewohnter Manier an Zimtschnecken und Marmorkuchen kräftig stärkte, bestellte die ältere, experimentierfreudige Generation das fremdländische Mahl und Hanna labte sich an „french Toasts“.

Im Anschluss daran konnte ein geringer Teil der soeben eingenommenen Kalorien bei einem Spaziergang über die Ländereien der Hotelanlage verbrannt werden. Hier wurde als Ziel eine Aussichtsplattform erreicht, von jener – zu unserer großen Freude – die Pazifikküste im Hintergrund der steilen Hügel- und Berglandschaft erblickt werden konnte. Der feine Nieselregen, über dessen Ursprung wir uns anfangs noch strittig waren (Nebel und Wind), kühlte unsere von der Wanderung verschwitzten Körper.

Andrea frohlockte beim Anblick der vielen Kräuter in den Gewächshäusern und Gärten der Anlage. Hier konnten wir von ihr den Unterschied zwischen Kerbel und Petersilie (oder war es doch Basilikum?) lernen.

Als nächster Termin standen nun die nahegelegenen Seilrutschen oder auf englisch Zip-Lines (im Selvatura Adventure Park) am Programm. Nach der entsprechenden sicherheitstechnischen Unterweisung durch das Personal stand einem Nachmittag voller Vergnügen in und über den Baumkronen im nasskalten (nun gut, relativ kalt, denn es waren knapp 20 Grad Celsius) und nebeligen Regenwald der Bergprovinz Monteverde nichts mehr im Wege.

Speziell die eine, über 1000m lange Seilstrecke in schwindelerregender Höhe, welche in Superman-Position (also bäuchlings liegend) zurückgelegt wurde und die Tarzan-Schaukel (schon fast eine Art Bungee-Jump wie Valentin als Erster der Gruppe erfahren musste) waren dabei die Höhepunkte. Die vom Personal freundlicherweise (und für einige Dollar…) professionell erstellten Photographien von uns Landratten in luftigen Höhen sind leider noch nicht für die heutige Ausgabe unseres Blogs parat, werden aber in den nächsten Tagen nachgereicht.

Andrea als Jane

Ein Bonmot des heutigen Tages ist die von Andreas erlebte „Gewichtsdiskriminierung“, welche durch einen speziellen Klettergurt zum Ausdruck kam. Auf Rückfrage wieso er als einziger der gesamten Gruppe diesen bekam, erhielten wir von den Betreuern wenig schmeichelhafte Beschreibungen über seine Leibesmasse (welche ich an dieser Stelle nicht wiedergebe, da mein eigener Geldbeutel leider in Österreich verblieben ist…).

Nach unseren adrenalinreichen Abenteuern in den Baumkronen nahmen wir als Ausgleichsprogramm (zum Einen zur Pulsnormalisierung/ Entspannung der Nerven und zum Anderen um den heutigen Bildungsauftrag von Valentin zu erfüllen) an einer Führung in einem Orchideen-Garten teil, bei welcher wir soviel über diese Pflanzen lernen konnten, wie wir als Nichtbotaniker niemals für möglich hielten. Wir wissen nun, dass die Orchideen-Industrie bewusst Orchideen verkauft, deren Lebensdauer in typischen Haushalten in wenigen Monaten messbar ist, um uns mehr unseres hart verdienten Geldes aus den Taschen zu ziehen.

Um das enorme, neu gewonnene Wissen erstmal zu verarbeiten, ließen wir den heutigen Tag in einem lokalen Steakhaus ausklingen.

Im Supermarkt, welchen wir auf der Rückfahrt ansteuerten, mussten meine Eltern die herbe Enttäuschung, dass es trotz des üppigen Warenangebots, welches DDR-Bürger in Neid erblassen ließe, keinen Jägermeister (oder ähnliches) zu erstehen gab, hinnehmen. Für Tipps wo diese Getränke erhältlich sind, oder welche lokalen Alternativen es dazu gibt, wären sie sehr dankbar (Arno & Moni? 😉).

Vom tropischen Regenwald zum Strand und dann in Berge

Nachdem uns heute wieder die Aras mit ihrem Krächzen geweckt haben brechen wir von unserem Quartier in Quepos auf.

Unser erstes Ziel ist der verschlafene Nationalpatk Rainmaker. Nach kurzer Fahrt waren wir dann das 2. Auto am Parkplatz (und viel mehr sind es auch nicht geworden). Der Park hat einige hängenden Brücken, einige Wasserstellen zum Baden, aber für uns ohne Guide kaum sichtbare Tiere.

Nach ca. 2,5 Stunden Wanderung in der tropischen Hitze fuhren wir zum Playa Herradura, einem kleinen Ort am Pazifik zum letzten Baden im Pazifik.

Einem ausgezeichneten Mittagessen am Strand folgte der Blick von der Brücke auf die bis zu 5m langen Krokodilen. Ein Einheimischer fütterte einige Krokodile mit einem toten Nasenbär.

Durch unseren ausgedehnten Badeaufenthalt kamen wir dann erst bei Einbruch der Dunkelheit, leichtem Regen und einem sehr starken Sturm in Monteverde an.

1400 m Meereshöhe, 10 Grad kälter und eine ganz andere Klimazone haben uns alle ziemlich geschafft und so sind wir recht früh ins Bett gegangen.

Erste kleinere Verluste

Autor(en): Hanna, mit einzelnen Anmerkungen von Valentin(o)

Während sich die Kinder der Reisegruppe gestern schon früher ins Zimmer zurückzogen, verblieben die Eltern noch an der Bar und leerten mit den Gastgebern den ein- oder anderen Jägermeister. Da der Ventilator über dem Bett leider den Geist aufgegeben hatte, musste man sich eben anders zum Schlaf verhelfen. 😉 Immerhin gab es heute in der Früh wieder genug Wasserdruck für eine (Kaltwasser-)Dusche, also starteten wir erfrischt und ausgeruht in den Tag.

Nach dem Frühstück mussten wir uns vom Naturparadies Corcovado und unseren Gastgebern verabschieden und so ging es wieder zurück über Stock und Stein und durch die Flüsse nach Puerto Jimenez. Je ländlicher (Euphemismus) hier die Straßen sind, desto mehr werden aus Verkehrsregeln Vorschläge. Manchmal wird statt rechts auch kurzerhand links gefahren, um dem Staub auszuweichen. Die Lösung unseres Fahrers und Reiseleiters? Einfach mal Hupen und rechts überholen, geht auch…

Sehr zur Freude von Stoßdämpfern und Bandscheiben erwartete uns nach Puerto Jiménez eine zweispurige, asphaltierte Straße. Allerdings blieb die Geschwindigkeitsbegrenzung bei 60km/h, was sich davor auf den Schotterstraßen sehr sportlich, jetzt eher seeeehr entschleunigt anfühlte. Dafür konnten wir auch aus dem Auto heraus die Landschaft genießen.

Hügelig ging es weiter ins Landesinnere und dann auf der „Panamericana“ – ähnlich einer Bundesstraße bei uns – Richtung Norden. Der Mittagsstopp führte uns nach Uvita, wo die berühmte Walfisch-Flosse (der Walfisch- oder Kreuzworträtsel-Experte weiß: Fluke) aus Sand liegt, die wir von oben bereits aus dem Rübenbomber  bestaunen konnten. Der schöne Schein trog allerdings, da wir am Weg hinaus zur Flosse von der schnell einströmenden Flut überrascht wurden, welche die Sandbank, auf der wir unterwegs waren, komplett unter Wasser setzte. Durch kniehohes Wasser wateten wir zurück zum Strand…während die Geier (oder doch Möwen) am Himmel kreisten.

Zusätzlich wurde die Badefreude davon getrübt, dass Andrea‘s Sonnenbrillen-Clip-On einer Welle zum Opfer fiel. Am heutigen Tag schon die zweite Niederlage, nachdem Valentino beim Schuhe ausbeuteln eine Socke über den Balkon in den Regenwald beförderte. Naja, hoffentlich schaut jetzt wenigstens irgendeine Krabbe cool aus mit Sonnenbrille 😉

Nach einer letzten Stunde Fahrzeit erreichten wir dann unser heutiges Quartier: eine sehr schöne, südländisch angehauchte Villa in einer Anlage mit eigenem Pool. Hier werden wir uns jetzt am Abend noch eine Abkühlung von den 31 Grad Celsius gönnen. Ohne Wellen und ohne Flut. Sehr entspannt also – oder fast schon langweilig?

Corcovado – ein Traumtag im Nationalpark

Nach der ersten Nacht in unserem Beachbungalow mit Strom fürs Licht und zwei Ventilatoren aus einer Autobatterie ging es um kurz nach 7 Uhr mit unserem Guide los. Dieser Park ist etwas ganz besonderes, es kommen pro Tag nur 50-100 Gäste.

Unser Bungalow

Und so gingen wir mit dem Guide rund 7 Stunden, machten an schönen Plätzen, wie zB einem kleinen Wasserfall Halt um uns etwas zu erfrischen. Die fast 30 Grad mit der extrem hohen Luftfeuchtigkeit haben wir aber alle gut geschafft und so wollen wir einige unsere gesehenen Tiere hier zeigen.

Die hunderten Giftschlangen an denen wir knapp vorbei marschierten haben wir nicht fotografiert, vor allem weil wir sie auch nicht gesehen haben. 😊

Leider oder Gott sei Dank haben wir keine Pumas gesehen. Laut Guide töten die Viecher doch den einen oder anderen Menschen hier.

Nach der anstrengenden Wanderung verbrachten wir den späten Nachmittag und Sonnenuntergang an unserem Strand unserer Lodge.

Weil mittlerweile in unserem Bungalow nach dem Wasser auch einer der Ventilatoren ausgefallen ist (wird eine heisse Nacht bei Andrea und mir), hat uns der Lodgemanager eine Flasche Sekt spendiert.

Das ausgezeichnete Abendessen lässt nicht vermuten, dass wir so fern ab der Zivilisation sind.

Vor den Toren des Regenwaldes

Heute ging es bereits früh los, was uns mit unserem Jetlag allerdings eh in die Karten spielte. Nach einem fantastischen ersten Frühstück, wo es neben den Klassikern wie Toast, Schinken, und Marmelade auch regionale Spezialitäten wie Gallo Pinto (Reis mit Bohnen) und Kochbananen gab, machten wir uns um 07:15 Uhr mit dem Taxi wieder in Richtung des Flughafens auf.

Heute führte uns der Weg allerdings zum „Terminal Domestica“ wo die Inlandsflüge starten. Eine kleine Fluglinie fliegt von hier aus der Hauptstadt San José insgesamt 16 kleine Flughäfen an, die über das Land verteilt sind. Dafür werden kleine Propellerflugzeuge mit insgesamt 12 Sitzplätzen verwendet. Zuerst erlebten wir einen kleinen Schock, als unsere Namen nicht auf der Liste de Passagiere standen, doch der Flugbegleiter versicherte uns, dass wir mit einem zweiten Flieger nur 10 Minuten später fliegen könnten. Nach einem etwas holprigen Start wurde der Flug dann ruhiger sobald wir über der Küste flogen und wir konnten so einen herrlichen Ersteindruck des Landes von oben genießen.

Als wir nach 50 Minuten an unserem Zielort – in Porto Jiménez – ankamen, mussten wir feststellen dass „Flughafen“ wohl ein eher übertriebener Ausdruck war. Im Wesentlichen handelte es sich um einen asphaltierten Streifen, der als Lande- und Startbahn gleichzeitig fungiert, sowie einem Parkplatz wo die gelandeten Flugzeuge hinfahren um die Passagiere aussteigen zu lassen.

Mit „Navigationshilfe“ einiger Einheimischen fanden wir kurz danach auch bereits unsere Autovermietung, wo wir dann unser Mietauto in Empfang nehmen konnten. Nach einem kurzen Zwischenstopp in einem Supermarkt ging es dann „raus aufs Land“, wo wir den hohen Radstand und den Allrad-Antrieb unseres Autos sofort zu schätzen lernten. Sobald man hier nämlich den Ort verlässt, hören auch die asphaltierten Straßen auf, es geht zusätzlich steil bergauf und bergab und auch Flussdurchquerungen sind keine Seltenheit.

So ging es dann also die Küstenstraße entlang in gemütlichen Tempo, bis wir zum „Playa Pan Dulce“ – unserem ersten Badestrand – kamen. Hier kam uns sofort das „Pura Vida“-Feeling entgegen: Türkisblaues Meer, Sandstrände und gleich dahinter Palmen und Regenwald. Während des Schwimmens konnten wir außerdem noch einige rote Aras hoch über unseren Köpfen sowie Wale draußen im Meer beobachten – also haben wir eigentlich schon alles gesehen was es zu sehen gibt?

Nach einem kleinen Imbiss zu Mittag führte uns die letzte Etappe für heute in die Lookout Inn Lodge. Wie man dem vorherigen Beitrag entnehmen kann war die Anfahrt eher abenteuerlich und vage beschildert, aber wir haben es schließlich geschafft! Die Lodge liegt direkt am Eingang zum Nationalpark Corcovado, welchen wir morgen in Angriff nehmen werden. Auch hier besuchten wir nochmal den Strand, der wiederum sehr schön war allerdings aufgrund der höheren Wellen mehr zum Surfen als zum Baden einlud.

Nun ist es bereits Abend geworden und wir sitzen auf der Terrasse und warten auf unser Abendessen. Danach geht es zurück in unseren Beach Bungalow, wo wir zur Geräuschkulisse des Regenwalds (von dem wir nur durch ein Mosquitonetz getrennt sind) hoffentlich gut schlafen werden! 😊

Erster Tag beginnt

Durch die Zeitverschiebung ist 6:45 Uhr für das Frühstück gemütlich.

Heute mittags geht es nach dem kurzen Inlandsflug mit dem Leihauto zur ersten Lodge in den Regenwald, und so werden wir hoffentlich hinfinden:

Once in Puerto Jimenez, you can get to Lookout Inn Lodge in Carate by continuing south to the gas station and turning right. Follow the road for 1 – 1,5 hour  and you’ll come to a beautiful stretch of road with the ocean on your left fronted by beautiful almond trees, and the rainforest jungle on the right. From here you will find local signs advising you to that you’re getting close to our beach and rainforest eco lodge. Keep your eyes open for the immaculately landscaped gardens. The Inn sits on the side of the hill and all who pass by wonder how it ever got built!

Mal schauen wieviele Kilometer so in 1 – 1 1/2 Stunden gefahren werden können.

Strom und Wlan im Zimmer sowie heisses Wasser beim Duschen werden dann eh überbewertet 💪

Anreise

Die Anreise hat perfekt funktioniert, der Flug über den grossen Teich bot mit 12:15 Stunden Gelegenheit das Lufthansa Entertainment-System voll auszureizen. Endlich mal die Chance ein gesamtes Hörbuch auf einen Sitz (!) zu verschlingen. Aber diese Chance haben wir dann doch leichtfertig vertan 😊

Hier hat es jetzt um 21 Uhr noch 25 Grad, bei euch zu Hause ist es 4 Uhr. Wir werden nun mal schlafen, damit wir morgen früh rechtzeitig zu unserem Inlandsflug kommen.

Interessante Darstellung von Amerika

Die Vorbereitungen

Kurz nach dem Schiurlaub in Schladming stehen nun die letzten Vorbereitungen an, die Packliste wurde erstellt und nun abgearbeitet. Ich bin schon sehr gespannt, worauf wir alles vergessen.

Naja, die Schiunterwäsche von Andrea wird nach unserem letzten Norwegen-Urlaub (das ist eine andere Geschichte) diesmal zuhause bleiben. Aber ein Regenschirm für den Regenwald wird wohl mitkommen…